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Die Geschichte der Oberlandler

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts traf sich in der alten “Schwechater” Bierhalle in Graz, Herrengasse, täglich eine Stammtischrunde, deren Mitglieder den unterschiedlichsten bürgerlichen Berufen angehörten.

Gemeinsame Ausflüge ins “steirische Oberland” brachten den “Stammtischlern” nicht nur die steirische Alpenwelt näher, sondern machten sie auch auf die damals herrschende große Not unter den Kleinkeuschlern und Holzknechten aufmerksam.
So aufgerüttelt, beschlossen die Oberlandler, auf ihren Wanderungen Schuhe und Kleidungsstücke in Rucksäcken mitzunehmen und sie unter den Ärmsten der Armen, also den Kindern zu verteilen.

Diese Liebe zu Bergwanderungen und ihre karitative Einstellung führte 1883 zur Gründung der “Alpinen Tischgesellschaft d´Oberlandler z´Graz”.

Der Verein wurde - und ist auch heute noch - nach dem Vorbild einer bäuerlichen Gemeinde, einer Bauerngman, aufgebaut. Alle Vereinsmitglieder werden Bauern genannt und tragen einen Vulgonamen, der auf ihren Beruf, ihr Hobby oder ihre Herkunft hinweist. Der Vereinsobmann ist der "Großbauer", sein Stellvertreter der "Kleinbauer", der Schriftführer der "Gmoaschreiber" und der Kassier der "Säcklwart". Die Mitgliedschaft ist streng geregelt. Maximal 24 Bauern repräsentieren jeweils einen Berufszweig.

Neben der karitativen Tätigkeit und der Pflege und Erhaltung von steirischem Brauchtum wird von den Mitgliedern auch die Geselligkeit und Freundschaft untereinander gepflegt. Der Leitspruch des Vereins lautet daher von Beginn an:


Steirerbrauch - Herzlichkeit
Steirergwand - Gmüatlichkeit
hilfreich sein - alle Zeit
ist der Oberlandler Freud


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